Gesundheit und Pflege: 2015 bringt Änderungen

Gesundheit und Pflege: 2015 bringt Änderungen

Das Jahr 2015 hat begonnen. Es bringt mehrere Gesetzesänderungen mit sich, die in den Bereichen Gesundheit und Pflege 2015 für einige Neuerungen sorgen. Wir von TTM Healthcare stellen die wichtigsten Veränderungen ab 1. Januar 2015 im Überblick vor.

Verbesserungen in der Pflege: 2015 kommt das Pflegestärkungsgesetz

In unserem letzten Blogbeitrag berichteten wir bereits über das erste Pflegestärkungsgesetz, das am 1. Januar dieses Jahres in Kraft getreten ist. Demnach sollen die Leistungen für pflegende Angehörige und pflegebedürftige Menschen ab diesem Jahr auf 2,4 Milliarden Euro jährlich angehoben werden. Zudem sollen für häusliche Pflege 2015 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden. In stationären Einrichtungen sollen pflegebedürftige Menschen Mittel in Höhe von rund einer Milliarde Euro erhalten. Der Beitrag zur Sozialen Pflegeversicherung steigt um 0,3 Prozentpunkte auf 2,35 Prozent für Eltern bzw. 2,6 Prozent für Kinderlose an. Von diesen Mitteln sollen zusätzliche Betreuungskräfte in stationären Einrichtungen eingestellt werden. Darüber hinaus ist die Einrichtung eines Pflegevorsorgefonds vorgesehen.

Gesetzliche Krankenversicherung: Zusatzbeitrag ersetzt Sonderbeitrag

Eine solide finanzielle Grundlage für die Gesetzliche Krankenversicherung soll mit dem „Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität der Gesetzlichen Krankenversicherung“ geschaffen werden. Der bisherige Sonderbeitrag von 0,9 Prozent wird ab dem ersten Januar dieses Jahres durch den Zusatzbeitrag ersetzt, dessen Höhe nach dem Einkommen des Krankenversicherten variiert und von den Krankenkassen selbst festgelegt wird. Hebt die Krankenkasse ihren Zusatzbeitrag über ihren bisherigen Sonderbeitragssatz, können Versicherte von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Die meisten Kassen belassen ihren Sonderbeitrag auf einer Höhe von 0,9 Prozent, sodass sich für die Mehrheit der Versicherten nichts ändert.

Beitrag zur Rentenversicherung sinkt 2015 erstmals

In diesem Jahr steigt die Pflichtversicherungsgrenze der Gesetzlichen Krankenversicherung auf 54.900 Euro, also 4.125 Euro im Monat an. Im Jahr 2014 waren es noch 48.600 Euro. Zudem ist ab sofort ausschließlich die elektronische Gesundheitskarte, die bereits seit 2009 schrittweise eingeführt wurde, in der Bundesrepublik gültig. Die bisherige Krankenversichertenkarte, die 1995 eingeführt wurde, verliert ihre Gültigkeit – unabhängig davon, welches Datum darauf gedruckt ist. Doch man erwartet nicht nur Veränderungen in den Bereichen Gesundheit und Pflege: 2015 bringt erstmals eine Senkung des Beitragssatzes für die Rentenversicherung. Dieser beträgt nur noch 18,7 Prozent und sinkt damit um 0,2 Prozentpunkte gegenüber 2014.

Mit Material von aponet.de, welt.de

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